Rutschgefahr am Bahnübergang

Der Bahnübergang Jeversche Straße mit Blick in Richtung Bahnhof Heidmühle: Die Gleise verlaufen in sehr schrägem Winkel zur Fahrbahn. Radfahrer sind sicherer auf dem rechtwinklig um die Gleise geführten Radweg unterwegs.</figcaption>

Bild: Oliver Braun

Schortens Ausgerechnet bei einem Lehrgang für die Tourenleiter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) passierte es: Einer der Teilnehmer stürzte vor kurzem beim Überqueren des Bahnübergangs Jeversche Straße in Höhe der Alten Brauerei und verletzte sich dabei am Kopf. „Gott sei dank nur eine leichte Verletzung“, sagt Bernhard Zimmering von der Schortenser Ortsgruppe des ADFC.

Aber der Vorfall zeige, wie gefährlich der Bahnübergang für Zweiradfahrer – Radfahrer, E-Bike-Fahrer und Rollerfahrer – an dieser Stelle ist. Zimmering will daher an Stadt und Bahn schreiben und hofft auf Vorschläge, wie man die Bahnüberquerung für Radfahrer entschärfen kann.

Das Problem sind zum einen die sehr schräg zur Fahrbahn liegenden Bahngleise. Zum anderen sind es die Metallplatten, die seit der Sanierung des Bahnübergangs vor etwa einem Jahr links und rechts der Gleise ins Gleis- beziehungsweise ins Straßenbett verbaut wurden.

Besonders bei Nässe ist das eine sehr heikle Kombination, sagt Bernd Zimmering, der selbst auch schon schmerzhafte Erfahrungen an diesem Bahnübergang gemacht hat. „Ich selbst bin Ende letzten Jahres beim Überfahren der Bahngleise auf der Fahrbahn gestürzt.“ Zimmering verletzte sich damals leicht am Rücken.

Bei regennasser Fahrbahn ist das Metall so rutschig, dass das Vorderrad ausbricht und man unsanft stürzt. „Wer auf der Fahrbahn fährt, sollte sein Fahrrad dort über die Gleise schieben oder in Höhe der Bahnanlage besser auf die Radwege wechseln, um schlimme Verletzungen zu vermeiden“, rät Zimmering.

Er sei jahrelang immer gefahrlos über den Bahnübergang gefahren – ohne einen nennenswerten Unfall. „Seit der Erneuerung des Oberbaus für die Gleise ist der Bereich für Fahrradfahrer mit Vorsicht zu genießen“, warnt Zimmering.

Er wird die Gleise auf der Fahrbahn nicht mehr mit dem Fahrrad überqueren.

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